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Freitag, 3. September 2010
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Home Frauen Partnerschaft Die heroisierte Alleinerziehende – Das Ende ihrer Fahnenstange?

Die heroisierte Alleinerziehende – Das Ende ihrer Fahnenstange?

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Mutter und Tochter

Von Karin Jäckel

Bundesgerichtshof XII ZR 74/08, Urteil vom 18.03.2009 - Unterhalt

Allein erziehend. Das hat was. Allein erziehend ist eine Art Orden der weiblichen Emanzipation.

Getreu dem Motto „War der Kerl der Griff ins Klo, ex und hopp und aus die Show“, erfüllt die allein erziehende Heldin der Selbstbefreiung vom Klassenfeind den Parteigrundsatz der SPD: „Wer mehr Menschlichkeit will, muss das Männliche überwinden.“ Wenn das nicht Emanzipation pur ist!

Die heroisierte Alleinerziehende – Das Ende ihrer Fahnenstange?

Vom Grundgesetz geschützt, aufgefangen in einem bundesweit flächendeckenden Netzwerk staatlich geförderter und ehrenamtlicher Helferscharen, weiß die allein erziehende Powerfrau sich der Anerkennung für ihren Akt der Entziehung von Männerprivilegien und Befreiung der Kinder von der Knute väterlicher Autorität versorgungssicher. Es ist schließlich ihr gutes Recht, sich selbst zu verwirklichen und Familie getreu dem Wahlspruch von SPD-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt zu leben, nämlich „da, wo Kinder sind“, „alle aus einem Kühlschrank essen“ und ohne „Familienpascha“, der eigentlich gesetzlich bestraft werden müsste, wenn er nicht spurt.

Dass Kinder unter der Trennung der Eltern leiden und auch ihren Papa behalten wollen, ach Gottchen, Kinder leiden schnell mal und lachen auch schnell wieder. In Wahrheit sind Kinder, die ihre starken, emanzipierten allein erziehender Mütter zum Vorbild haben, doch viel besser dran als ihre unterdrückten Artgenossen, die als größtes Kind der Familie einen Vater ertragen müssen. Das haben Expertinnen wie Gunhild Gutschmidt vom Verband allein erziehender Mütter und Väter (VAMV e.V.) schon vor Jahren proklamiert und Generationen von Müttern dadurch Mut zum Befreiungsschlag gemacht. Spätestens seit 1998, als Christiane Schmerl auf einem Psychologenkongress in Berlin verkündete, dass sexuelle Lust sich künftig im virtuellen Chatraum abspielen werde, die Zeugung der Zukunft künstlich und nach dem „rent-a-bauch“ Prinzip erfolge, da das „Natur-Modell menschlicher Sexualität eine soziale Erfindung“ sei, kommt dem Sperma eines leiblichen Vaters nur mehr der Wert eines „Schädlingsbekämpfungsmittels“ zu.

Und plötzlich soll die Crème de la Crème der Emanzipation, die selbstbestimmte alleinerziehende Mutter unter dem Fürsorgeprotektorat der barunterhaltspflichtigen Erzeuger und der Nothelfergemeinschaft der erwerbstätigen Solidargemeinschaft, in die Pflicht zum Selbsterhalt gebracht werden? Auf einmal soll es keine Mutter-Heldentat mehr sein, Kindern den Vater zu entziehen und bloß noch dauerhaft sein Geld zu nehmen?

Der ganze schöne Mutterschutz in der Fürsorgehängematte dahin? Schnöde geopfert auf dem Altar des Mammons, weil „Papa Staat“ die Folgen der weiblichen Emanzipation zur förderungsbedürftigen Alleinerziehenden nicht mehr bezahlen kann und die männliche Emanzipation dazu geführt hat, dass Männer ihr „Schädlingsbekämpfungsmittel“ lieber unter der Hand verjubeln, als „Papa Staat“ neue Steuerzahler zu machen?

Nein, nein, beschwichtigt die regierende Politelite die „tumben“ Bürger-Toren. Es gehe um mehr soziale Gerechtigkeit, um die Gleichberechtigung von Kindern aus verschiedenen Elternbeziehungen, um die Entlastung von Vätern und ihre Chance auf eine Zweitehe, Zweitkindersegen oder mehr, kurz, um etwas sehr Gutes.

Aber ist es das wirklich?

Ist es nicht eher so, dass „Mama Staat“ der Steuersäckel genau so eng am Leibe klebt wie „Papa Staat“? Dass selbst „Mama Staat“ ihren ewigen Opfergesang über die Benachteiligung der Frau unterbrechen muss, weil auch die weibliche Hälfte der Bevölkerung ins Nirwana saust, wenn der männliche Rest abschmiert?

Was ist denn passiert, seit Männer wie Frauen sein sollen und Frauen die besseren Männer? Was ist dabei heraus gekommen, dass Männlichkeit als Unmenschlichkeit definiert und Weiblichkeit zum Doppelhirndenkersozialkompetenzwunder den Heiligenschein des wahren Adam erhielt? Was hat es gebracht, dass Kinder zum Klotz am Bein ihrer Mütter und zum Kostenfaktor ihrer Väter erklärt wurden? Dass kleine Mädchen als schwach und stärkungsbedürftig, kleine Jungs aber als mit Tatwaffe geborene Triebgesteuerte verkannt und seelisch manipuliert wurden? Wen machte es glücklich, dass Kinder zu Partnern ihrer Eltern und aller Erwachsenen erklärt wurden und darüber ihr Kindsein verloren? Was hatten wir davon, dass Männer und Frauen sich Konkurrenz machten, statt einander zu ergänzen? Was war gut daran, dass die freien Spielräume der Kinder verschwanden und ihre eigene Natur in einer gekauften Künstlichkeit zu leben begann, die vom Markenklamottenwahn zum Shoppinghobby und direkt ins Abenteuer aus dem PC führte, in eine Scheinwelt, in der Liebe gleich Sex und Gewalt gleich Spaß ist?

Wir erleben seit Jahrzehnten einen nicht endenden aberwitzigen Scheidungs-, Trennungs- und Abtreibungsboom im Land. Daraus resultiert nicht nur ein grassierender Kindermangel, sondern auch eine Kinderfeindlichkeit und Kinderferne, die der bewusst lebensplanenden Jugend die Kinderlosigkeit als besten Kinderschutz erscheinen lässt.

Die kaputt gesparte Schulbildung zerstört Lebensplanungen, noch ehe das Leben recht begann. Hoffnungslosigkeit erzeugt Gewalt, Selbstzerstörung, Lebensmüdigkeit. Doch wenn die Seele Amok läuft, waschen die wahren Schuldigen sich die Hände in Unschuld und verabschieden mal rasch ein neues Gesetz, das keiner braucht.

Aus Kindermangel und Bildungsschwäche erwachsen Fachkräftemangel und vorhersehbarer wirtschaftlicher Niedergang nebst steigender Staatsverschuldung.

Aus Nichtintegration von Zugewanderten entsteht gesellschaftliches Dynamit.

Doch anstatt Kindern endlich ihre Kindheit zurück zu geben, ihnen Zeit zum Lebenlernen zu gönnen, sie in ihrer natürlichen Gegebenheit als das zu lieben und zu fördern, was sie sind, ohne Ansehen des Geschlechts, werden sie als Humankapital in Staatsbesitz verwaltet und verschoben und bei nicht erfüllter Norm durchgewinkt und abserviert.

Die immer stärkere Politikmüdigkeit der Bevölkerung, die zusehends schwächere Wahlbeteiligung, die Suche von immer mehr Menschen nach politischen Alternativen beweist, dass wir, das Volk, diesen politischen Geschlechterkampf bis über die Ohren satt haben. Jeder verantwortungsbewusste Mensch konnte das ganze Desaster politischen Missmanagements der letzten Jahrzehnte am eigenen Leibe spüren.

Nur die Volksgewählten, die sich letztlich doch nur selber wählen, indem sie die Bürgerstimmen nach eigenem Koalitionsbelieben mixen, um zu siegen, sie spiegelten sich in Selbstbeschau und zelebrierten ihre Ideologien und Machtkämpfe wie Götter im Olymp.

Jetzt plötzlich ist das Ergebnis des sogar Kinder zerstörenden Geschlechterkampfs offen gelegt. Alle Welt sieht, die Deutschen sterben aus. Ihre Schulpolitik trägt die rote Laterne. Ihre Integrationspolitik verdient den Namen nicht. Und wenn nicht ständig Leute aus dem Ausland zuwandern, ist es auch mit dem noblen Wirtschaftsstandort aus. Spätestens dann geht den Regierenden, die sich so vollmundig kosmopolitisch wähnen, auch der eigene Allerwerteste auf Grundeis, denn abgehalfterte deutsche Bundespolitiker haben bestenfalls noch im EU-Parlament etwas zu melden.

Ist jetzt die Zeit der Frauenpower gekommen? Sieht „Mama Staat“ jetzt, dass sie ihre Töchter lange genug gehudert und nach oben quotiert hat und endlich die Früchte des jahrzehntelangen „stark Machens“ ernten will?

Mädchen sind die besseren Schülerinnen, Jungen versagen auch öfter in der weiterführenden Ausbildung, mehr junge Frauen finden einen guten Job, junge Männer sind gleichaltrigen Frauen immer häufiger unterlegen. Deutschlands Wirtschaft könne auf die gut ausgebildeten jungen Frauen nicht verzichten, tönt es aus der Regierungselite. Es brauche mehr Kinderbetreuung außerhalb der Familie, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, mehr Freiheit und Unabhängigkeit durch eigenes Geld. Gleichberechtigung sei erst erzielt, wenn alle Frauenwünsche erfüllt wären. Es gelte die Frauenquote in Führungsetagen einzuführen. Kinder ja, ja, ja, aber wer wirklich emanzipiert ist, der macht’s wie die französische Justizministerin und kommt kurz nach der Kaiserschnittgeburt wieder an den Arbeitsplatz.

Greift sie jetzt, die auf der Pekinger Weltfrauenkonferenz gewonnene Erkenntnis, dass Frauen nur so lange Mütter sind, wie sie Kinder erziehen? Sind daher auch allein erziehende Mütter nicht mehr lebenslang Heldinnen der Emanzipation, sondern müssen nun ebenfalls erst „durch Arbeit frei“ werden und folglich ihre wahre „Transzendenz“, ganz nach der Emanzen-Ikone Simone de Beauvoir, durch das eigenständige Auffüllen des Kühlschranks beweisen, aus dem dann alle essen können?

Ist deshalb die frauenpolitische Schonzeit für all die vom Alleinerziehen überforderten, psychisch erkrankten, arbeitsunfähigen Mütter vorbei, die angesichts der galoppierenden Kinderarmut, der massiven Kindervernachlässigung, der Kindsmorde und Kindesmisshandlungen wenig Heldenhaftes an sich haben? Dürfen sie deshalb nicht mehr nur, sondern müssen das Joch der Familienarbeit abladen, um brave Steuerzahlerinnen zu werden?

Der heiligen Ursula sei Dank, stehen die Heerscharen der neu in Lohn und Brot gebrachten professionellen Ganztagserzieher/innen, Tagesmütter, Pflegemütter, Pflegefamilien, Pflegeheimeinrichtungen schon bereit. Schließlich weiß jedes Kind, dass Arbeit nur gut und etwas wert ist, wenn sie bezahlt wird und dass es deshalb nicht das gleiche ist, wenn eine Tagesmutter dasselbe wie eine Mutter tut.

Aus dem berufenen Mund von Brigitte Zypries weiß man im Land, dass die Gesetze des Bundesjustizministeriums nicht von der Bürgerschaft verstanden werden müssen. Schließlich versteht der ja Gesetzgeber selbst sie kaum und bedarf der Kopfnüsse des Bundesverfassungsgerichts als Denkhilfe.

Sicher ist, dass das neue Unterhaltsgesetz eine Wende in der Familienpolitik bedeutet, die den Pferdefuß des Amtsschimmels in dem unscheinbaren Passus verrät, dass die Kindererziehung und –betreuung von nun an nicht mehr selbstverständlich zuvörderst den Eltern obliegt.

©Dr. Karin Jäckel www.karin-jaeckel.de

 

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10 Kommentare

  1. Hallo, ich finde Einseitigkeit ist Extremismus pur. Ich erlebe wie der reiche Vater mich bettelarm macht, sodass ich jetzt Hartz 4 bekomme und er findet bei Jugendamt, Schule (Kind 7 Jahre alt)und auch bei Gericht verständnis. Er hat die Kommunikation zu mir abgebrochen aber das Gericht hat uns ein Wechselmodell aufgezwungen. Das Kind reagierte mit Bettnässen. Der Vater verhindert das ich Hartz 4 auch für das Kind beantragen kann, indem er nicht den Antrag unterschreibt. Der Vater verhindert ein Klinikaufenthalt wegen Bettnässens des Kindes (empfohlen vom Arzt), weil er nicht unterschreibt. Ich als Frau, die den Kontakt zum Vater sucht werde so hingestellt, dass ich mit meinen Ansichten mit dem Vater streiten würde und ich werde bezichtigt, dass Kind vom Vater trennen zu wollen, obwohl alle wissen, dass ich als Kind, das traurige Erlebnis machen musste, dass mein Vater wegen Krankheit 3 Jahre nicht ansprechbar war. Der nicht mit mir kommunizierende Vater ist immer wichtig für unseren Sohn. Ich werde aber nicht ernst genommen, sondern über Erfahrungen werden dazu eingesetzt mir negatives zu unterstellen.
  2. Na Prost ,Mahlzeit. Werd denkt, das sich durch die neuen "Reförmchen" etwas an der Handhabung geändert hat, irrt! Und zwar gewaltig. Bis sich ein Umdenken in den Köpfen der Richter, Ämter und nicht zuletzt der Mütter geändert hat, werden sich manche Väter noch den Strick genommen haben. Ist unser Männerbild schon total verzerrt, so ist es das der Väter noch gleich mehr. Nichts hat sich geändert. Mütter nehmen den Vätern die Kinder weg, und das weil sie doch genau wissen, das diese eben keine emotionalen Krüppel sind und aus lauter Leid so manche Gemeinheit schlucken. Pressen Väter weiterhin aus, nicht der Partner hat versagt, der Vater auch und dies soll er nun schön bezahlen. Wenns geht mit allem was er hat. Richterinnen und Richter sollen zum Kindewohl handeln, Väter nicht mehr bis ans Lebensende für die Ex bezahlen, Frauen selbständig, nicht abhängig sein sagt Vater Staat nun.Wie denn, bitte schön, wenn das ganze bei den Frauen als Bestrafung angesehen wird? Wie denn, wenn alles mit Prozesskostenhilfe subventioniert wird, bis den Vätern die Luft und das Geld ausgeht? Familien sehen heute anders aus, das heißt nicht das sie besser sind, aber auch nicht schlechter. Das Alleinerziehnde keine Gralsträger sind ,sollte die Gesellschaft endlich lernen. Viele Väter wollen mitmachen bei der Erziehung, und tun es auch. Es sollte ihnen nicht noch schwerer gemacht werden, aber dann würde die letzte weibliche Vormachtstellung im Krieg Mann gegen Frau ja fallen. Und das wollen die meisten Frauen ja nicht.
  3. In vieler Hinsicht treffend, teils geradezu schmerzhaft wahr und göttlich scharfzüngig formuliert. Mehr davon. Vielleicht ändern sich irgendwann doch mal die Verhältnisse, die einen solchen Beitrag nötig machen.
  4. Der Staat nimmt nicht nur großzügig uns das geld ab,weil er denkt es besser verteilen zu können.Nein,er nahm uns auch die Familienstruktur weg,die durch christliche Werte gewachsen war.Es hatte einen wichtigen Grund in der Christenheit auf Familie zu bauen.Es wurde nur nie verstanden,warum Familie so wichtig ist.Genauso wurde die Liebe nie verstanden.Alle reden von Liebe und niemand versteht was Liebe ist.Weil die Menschen ihre Kultur verlieren ,verlieren sie ihr Wissen.Selbst durch alle Zerrstörungen haben die Menschen nichts gelernt davon.Familie ist das Wichtigste was es hier auf Erden gibt.Dort lernt man Liebe und Geborgenheit,Verantwortung und Freiheit richtig einzusetzen,Anstand und Menschenwürde,Menschlichkeit und Wärme.Wenn man Familien auflöst und alle Tabus bricht,weil man sie nicht verstanden hat,braucht sich nicht zu wundern welche zerrstörung die Familien aushalten müßen.Getragen und gesteuert von der Politik und dem Feminismus.Unsere Gesellschaft ist seitdem sehr arm geworden.Frauen verloren jede Weiblichkeit.Kinder haben keine Kindheit mehr.Partnerschaften sind nicht mehr in der Lage eine Partnerschaft asuzuhalten.Probleme gut zu überstehen.Frauen suchen sich wahllos Männer aus,gehen am ersten Tag gleich ins Bett mit ihnen ohne den Menschen überhaupt kennen zu lernen.Meist haben sie am nächsten Tag schon genug von ihm oder er von ihr.Entstanden ist ein Kind ohne Eltern.Das Spiel wiederholt sich immer wieder,so dass Frauen mit 3-4 Kinder von verschiedenen Väter alleine dastehen.Wenn es zur Hochzeit kommt und einer Schwangerschaft,dann halten sie den Mann nicht aus und streiten bewaffnet bis auf die Zähne um ihn rauszukraulen von der Familie.Im Streiten sind Frauen Weltmeister.Der Staat unterstützt diese Frauen auf eine falsche Weise.Den Vätern die beteiligt waren schieben sie nur das unauffällige Bezahlen zu.Eine Beziehung zu den Kindern verwehren sie.Die sorglose Sexbeziehungen der letzen Jahre haben seltsame Blüten getragen.Frauen haben sich feste daranbeteiligt. und ihren Wert verloren.Wer glaubt seinen Wert aufzubessern um wahllos mit jedem zu schlafen,verliert in Wahrheit seinen Wert.Frauen seien heute intelligenter als Männer so wir behauptet.In der Schule schon,aber nicht mehr auf menschlichem Gebiet.da benehmen sie sich wie Huren.
  5. Liebe Frau Jäckel, sehr weitsichtig finde ich Ihre Darstellung. Vielen Dank für Ihren Mut, dies öffentlich zu präsentieren.
  6. Moin Frau Dr. Jäckel, vielen Dank für Ihren Kommentar und die Bemerkung zu den Blauen Weihnachtsmännern. Den Schuh zu den Blauen Weihnachtsmännern dürfen sich wohl Michael Stiefel, der die ursprüngliche Idee des Kostüms hatte, und ich, der um das Kostüm Aktivitäten und Materialien entwickelt, anziehen. Vielleicht finden wir ja auch bei den Blauen Weihnachtsmännern einen gemeinsamen Weg, der der Figur als auch den Interessen der Kinder auf beide Eltern nahe kommt. Zur Zeit sind die Blauen Weihnachtsmänner unter: http://Blauer-Weihnachtsmann.de (Hamburg) bzw. http://blauerweihnachtsmann.de (Berlin) erreichbar. Ich würde mich freuen, wenn wir dieses Jahr noch ein paar Aktionen realisieren könnten. Aber auch im nächsten Jahr werden Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Frau Dr. Kristina Köhler sicherlich dafür Verständnis haben, wenn vor ihrer Türe Blaue Weihnachtsmänner über die gesellschaftliche und juristische Situation von Trennungeltern und Großeltern singen werden. Viele Grüße Detlef Naumann Hamburg
  7. Schon der Begriff Alleinerziehend ist für alle engagierten Trennungsväter ein Hohn, die sich um die Kinder kümmern und ihren Anteil leisten - ihr Anteil wird künstlich klein gehalten oder gar absichtlich verweigert. Bei nichtehelichen Vätern ist die "Alleinerziehung" (Alleinsorge) sogar gesetzliches Programm! Die gesamte Dogmatik und Terminologie, die im Rechtsunwewesen benutzt wird, um das flächendeckende Unrecht zu beschönigen und hinter hohlen Phrasen zu verstecken hat ihre Wurzeln in einem zutiefst unmenschlichen, unwürdigen, von Geschlechterkampf und Niederhalten in überkommenen Geschlechterrollen wurzelndem Denken staatlicher Organe, die ihre Aufgabe nicht darin sehen, Menschen gleichberechtigt Chancen zu eröffnen ihr Leben über die Trennung hin zu meistern, sondern als staatliche Racheengel zu fungieren für den Elternteil, der nach ihrer überkommenen Ansicht, am meisten Mitleid verdient. MÄnner sehen bei dieser Rechnung am Ende fast immer alt aus! Ein wesentlicher Beitrag zur Gleichberechtigung wäre es, wenn man diese alte Richterdogmatik endlich über Bord werfen könnte. Denn alle Gesetzänderungen nutzen nichts, wenn die schwammigen Begriffe dort aufgefüllt werden mit dem, was seit 30 Jahren Urteile füllt. Neue Richtergenerationen übernehmen dieses aus reinem Technokratentum und ohne darüber nachzudenken, wie sich die Verhältnisse geändert haben. Von Frauenverbänden ist hier auch nicht zu erwarten, denn diese fordern zwar die Änderungen der männlichen Rollen, soweit sie Frauen Machtzuwachs bringen, ihre eige Rolle als unterhaltsberechtigtes Heimchen am Herd sind sie aber nicht bereit aufzugeben.
  8. Ich danke Ihnen für diesen Artikel und Ihre Welt-Sicht, die sie ja bereits in zahlreichen Büchern veröffentlicht haben. Ich bin ehedem, meine damalige Freundin und spätere Ehefrau war gerade schwanger, angesprochen worden: "In diese Welt kann man doch keine Kinder setzen!" Ich entgegnete: "In welche den sonst?" Nun, "Entsorgter Vater" von 2 ehelichen Kindern, habe ich nach 6jährigem Umgangsboykott eine andere Sicht auf die Dinge! Seit 6 Jahren leiden sowohl die Kinder als auch ich unter dieser Situation. Gerichte, Anwälte, Jugendamt zeigen sich unfähig! Ich kämpfe nicht nach Innen (in die Familie), habe dies nie getan! Eines Tages sind "MEINE" Kinder erwachsen... Dann werde ich vielleicht mit MEINEN Kindern kämpfen, damit sich da was ändert! Dieses System hat bei allem was passiert ist eins übersehen: MEIN Lebenstraum "Kinder großziehen!" wurde zerstört. Und das wahrlich nicht alleine nur von der Kindsmutter!
  9. Wohl wahr, liebe Frau Dr. Jäckel. Es ist ein Aberwitz, wie Staatsorgane den Niedergang unseres Staates umsetzen, fast so zielsicher, wie Lemminge. Aus der Historie darf gefragt werden, ob dies nicht sogar absichtsvoll geschieht? Denn als der Kaiser endlich 1918 weg war, zeigten sich Politiker, die das Land nicht regieren wollten, sondern den Weimarer Niedergang planvoll organisierten. Mit ihrer parlamentarischen Mehrheit bestimmten sie den eigenen Untergang. Nun machen die Politiker, nicht mit übermässiger Lenkungskunst ausgestattet, erneut den Bürger für das Versagen der Politiker seit weit über 150 Jahren verantwortlich. Den gleichen Quatsch sehen wir in der Schweiz: Unfähigkeit mathematische Formeln zu berechnen lassen die Abstimmung von 36 % der Bürger als angebliche Mehrheit erscheinen. Als Grundlage nahm man nicht die Anzahl der Stimmberechtigten, sondern die derjenigen, die abgestimmt hatten. Leseempfehlung: Gabor Steingart, Die Machtfrage - Ansichten eines Nichtwählers, Pieper 2009
  10. "Kinderlosigkeit als besten Kinderschutz " Treffender kann man den Zustand der Familienpolitik hierzulande nicht beschreiben. . Dass es hierzulande soweit gekommen ist, verdanken wir einer Politikerkaste, die viel Lobby-Arbeit leistet. Eine der wichtigsten Lobby ist der Deutsche Juristinnenbund. Dieser war maßgeblich bei der Fassung des neuen FamFG beteiligt und hat daraus ein "Gesetz wie Weihnachten" für die Anwälte gemacht, wie es Heribert Prantl in der SZ ausdrückte: Statt den "Beistand und Rücksicht" der Familienmitglieder zu fördern und zu unterstützen, werden Scheidungsfamilien der Scheidungsindustrie zum Fraß vorgeworfen. . Da ist es verständlich, dass man lieber keine Kinder in die Welt setzt, bevor man ihnen einen jahrelangen Streit mit all den finanziellen und vor allem psychischen Folgen zumutet. . Als wäre die Gier der Scheidungsindustrie nicht genug, man muss sich leider auch mit einer unwilligen ja sogar familienfeindlichen, vor allem aber väterfeindlichen Richterschaft rumschlagen (Ausnahmen bestätigen die Regel). Das geht soweit, dass die Richterschaft eine offensichtliche Diskriminierung nicht ehelicher Väter niemals gemäß Art. 100 GG gerügt und vom BVerfG hat prüfen lassen. . Offensichtlich müssen wir immer wieder vom EGMR über tatsächliche Diskriminierungen belehrt werden. . Aber auch das ist eine Folge des durch Frau Jäckel brilliant beschriebenen Status quo hierzulande: Die emanzipierten Quotenlobbyistinnen haben den Begriff "positive Diskriminierung" geprägt um die Sklavenhaltung der Zahlesel - den Vätern - zu rechtfertigen. . Nun haben sie es aus Straßbourg schwarz auf weiß: Da wo Diskriminierung draufsteht, ist auch Diskriminierung drin. Diskriminierung kann nicht positiv sein, sondern sie ist immer negativ: Denn unter dieser Diskriminierung, begründet durch die feministisch-emanzipatorisch-mimosenhafte (kurz FEM) "Befreiungsideologie" haben am meisten die Kinder der "Befreiten" gelitten. Sie wurden nur als Mittel zum Zwecke der egoistischen "Befreiung" missbraucht. . Welches Unkraut im Schatten dieser Ideologie gewachsen ist (das vorgibt nur "Zum Wooooohle des Kiiiiindes" unterwegs zu sein), konnte leider in dem Artikel nicht ausführlich beschreiben werden. . Aber auch so, ist es eine hervorragende Abrechnung mit einer Gesellschafts-zerstörenden Haltung.

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  1. Re: Die heroisierte Alleinerziehende – Das Ende ihrer Fahnenstange?

    Posted on Freitag, 16. Juli 2010 by Schroers.

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