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Donnerstag, 9. September 2010
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Männer und ihre Krise

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kopieTagesthema: 25. Februar 2010

von Eva Herman
Das männliche Geschlecht befindet sich auf rasanter Talfahrt:

Während die Emanzipation die Frauen in den zurückliegenden Jahrzehnten allerorten  in ungeahnte Machtpositionen hievte, und weltweite Gender –Mainstreaming-Maßnahmen ebenso ausschließlich die Förderung von Frauen vorsieht, kämpfen die Männer zunehmend um die Existenz ihres Geschlechtes. Schon die Feministinnen in den siebziger Jahren predigten die Männer entweder als Weicheier oder Machos schlecht. Dazwischen gab es kaum etwas, was männlich und gleichzeitig etwa sympathisch oder normal sein konnte.
Die verhängnisvolle Entwicklung der Männerverachtung findet für den Vertreter des männlichen Geschlechts ihren frühen Anfang heutzutage schon in Kindergarten und Schule: Ein Blick auf das derzeitige Schulsystem alleine genügt, um festzustellen: Hier werden haufenweise Verlierer produziert, die Mehrheit ist männlich.
In Kinderkrippen, Kindergärten und in den Schulen fehlen überall männliche Vorbilder! Die Kinder werden vorwiegend von Frauen betreut und erzogen, diese bevorzugen in aller Regel, teils bewusst, teils unbewusst, die Mädchen.
Durch die Feminisierung in der Erziehung werden für die Kinder hier die künftig geltenden Verhaltensstandards festgelegt: Diese werden nahezu ausschließlich aus dem Verhalten der Mädchen entwickelt. Ohne Rücksicht darauf, dass Jungen naturgemäß ein völlig anderes Benehmen haben. Männliches Verhalten wie durchaus natürliche Rangeleien und hierarchiebedingte Kämpfe werden allermeist durch aus weiblichem Harmoniestreben resultierende Maßnahmen im Keime erstickt. Dadurch geraten die Jungs ins Hintertreffen, die Gefahr, dass sie ihre Geschlechteridentität nicht naturgemäß ausbilden können, schlägt sich auf die Leistungen nieder.  
Der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbands, Max Schmidt, betonte in einem Spiegel- Interview: "Sowohl in der Grundschule, aber auch während der Pubertät, ist es wichtig, dass Jungen und Mädchen in männlichen und weiblichen Lehrkräften positive Rollenvorbilder erleben." Das zunehmende Verschwinden von Männern aus den Schulen erschwere gerade den Jungen die Auseinandersetzung mit der eigenen Rollenidentität.
Das sehen auch andere Experten so: Eine letztjährige Studie des Aktionsrates Bildung bestätigt, dass der Grund für die Zensurenlücke vornehmlich darin zu finden ist, dass Jungen in Kindergarten und Schule massiv benachteiligt würden. Nicht mehr die Mädchen, sondern die "Jungen sind die Verlierer im deutschen Bildungssystem", sagt der Ratsvorsitzende und Präsident der Freien Universität Berlin, Dieter Lenzen. Statt auszugleichen, verstärke die Schule den Bildungs- und Leistungsrückstand der Jungen. Jungen haben laut Lenzen oftmals gar nicht die Chance, eine ausgereifte Geschlechtsidentität zu bilden, da sie im Kindergarten und in der Grundschule meist mit Erzieherinnen und Lehrerinnen konfrontiert seien. In keinem Bundesland liegt der Anteil männlicher Erzieher in den Kindertagesstätten bei mehr als zehn Prozent.
Auch das Bundesbildungsministerium bestätigt diese verhängnisvolle Entwicklung. Eine Untersuchung ergab: In der Grundschule sehen sich Jungen einer weiblichen Übermacht an Lehrkräften gegenüber - und werden von den Lehrerinnen häufig benachteiligt. Der Hallenser Bildungsforscher Jürgen Budde stellte in dem Bericht fest, dass Jungen in allen Fächern bei gleicher Kompetenz schlechtere Noten kriegen als ihre Mitschülerinnen. Selbst wenn sie die gleichen Noten haben wie Mädchen, empfehlen die Lehrer ihnen seltener das Gymnasium. Einfach ausgedrückt: Jungs werden bei gleicher Leistung schlechter behandelt.
Der Schulabschluss bestimmt den weiteren Lebensweg, die persönliche Arbeitsbiografie wird hier festgelegt. Dementsprechend sind junge Männer häufiger erwerbslos. Aus einem individuellen Problem erwächst inzwischen längst eine hoch gefährliche Gesellschaftskrise.
Jungs werden häufig von Anfang nicht richtig eingeschätzt und verstanden. Ihre männlichen Verhaltensweisen sollen denen der Mädchen angepasst werden, dementsprechend werden sie nicht selten unter falschen Voraussetzungen erzogen. Oft können sie ihr wahres männliches Inneres nicht leben, der Kern ihres Mannseins wird unterdrückt.
Vielen Jungen fehlt außerdem die männliche Vorbildfigur, an der sie sich orientieren könnten und dies auch dringend tun müssten. Jungen, die bei ihrer allein erziehenden Mutter aufwachsen, sind in weitaus höherem Maße gefährdet. Schon der Psychologe Alexander Mitscherlich sprach einst von der „vaterlosen Gesellschaft“ und meinte damit die Nachkriegsgeneration, deren Väter entweder im Krieg gefallen waren oder gebrochen zurückkehrten. Heute hat der Begriff wieder neue Aktualität bekommen. Väter verlassen die Familien, entziehen sich oder wollen schlicht keine starken Vorbilder mehr sein, aus Angst, sie könnten als hirnlose Machos gelten.
Auch unsere unheilvolle Geschichte hat tiefe Spuren hinterlassen. Ist ein starker Mann nicht schon ein Faschist? Ist einer, der sich zum Mannsein bekennt, nicht schon ein Soldat? Stärke wurde ein Synonym für das Böse, das unterworfen werden musste. Wer offensiv auftritt, ist einfach nicht politisch korrekt. Eroberer haben keine Chance.
Und so flüchten sich Jungen und Jugendliche häufig in Traumwelten, die sie im Fernsehen und bei den Abenteuer- und Ballerspielen auf dem Computer, der Playstation oder dem Gameboy finden. Hier, in der Fantasy- World, herrschen ausgesprochen männliche, körperlich starke, kämpfende Helden, die souverän alle Feinde besiegen und töten. Mit ihnen lässt es sich trefflich  identifizieren, wenigstens in der Phantasie. Immer mehr Jungen und junge Männer verbringen täglich viele Stunden vor interaktiven Medien, die sie zusehends von der Außenwelt, vom sozialen Miteinander abtrennen, die sie weiter in die gesellschaftliche Isolation treiben und zunehmend den Realitätsbezug verlieren lassen. Dieses Phänomen ist nicht auf die Kindheit und die Pubertät beschränkt, auch erwachsene Männer spielen lieber den omnipotenten Helden in der Fantasie, als im Leben ihren Mann zu stehen.
Was bleibt ihnen auch anders übrig?, könnte man fragen. Wenn Männer ihre Rechte einfordern wollen, stürzt sich alsbald ein Haufen wütender Frauen auf sie und verteidigt energisch das ständig größer werdende Stück Land, das sie in den letzten Jahrzehnten einnahmen. Rechte für die Männer? Die haben doch alles, was sie brauchen! So lautet das Vorurteil. Die Zeit der Alphatierchen sei vorbei, verkündete die ehemalige Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, die sich stets auf die Seite erwerbstätiger Frauen schlägt, im März 2007 im STERN.
Männer sollen durch politische Maßnahmen wie ein zweimonatiges Elterngeld für Väter und eine neue öffentliche, mit aller Macht forcierte Geisteshaltung nach Hause gezwungen werden. Sie sollten mehr als „nur den Müll runterbringen“, schließlich arbeite die Frau schwerer als sie, weil sie zusätzlich noch die Kinder versorgen müsse.
Unbehagen macht sich breit. Auch wenn nur ein geringer Prozentsatz der Männer wirklich auf diese Forderungen eingeht, so plagt ihn doch das schlechte Gewissen, das man ihm einredet. Wer aber will sich auf Dauer nur noch verteidigen? Dann doch lieber die Flucht nach vorn, die Flucht in den Job, wo man auch mal jemanden anbrüllen darf, die Flucht auf den Fußballplatz, wo man sich aggressiv zu seiner Mannschaft bekennt. Oder die finale Flucht aus der Familie.
Während alle Jugendstudien die Mädchen zur „neuen Elite“ küren, mehren sich die mahnenden Stimmen, die vor einer „entmännlichten Gesellschaft“ warnen.
Experten fordern zu drastischen Maßnahmen auf:  Der Jugendforscher Klaus Hurrelmann verlangt eine Männerquote für Lehrer und Erzieher. Der Deutsche Philologenverband will eine Leseoffensive für Jungen an Schulen einrichten.
Alle Studienergebnisse über die Leistungskrise der Jungs sprechen ihre eigene Sprache:

•    Jungs bleiben doppelt so oft sitzen wie Mädchen, fliegen doppelt so häufig vom Gymnasium und landen doppelt so oft auf einer Sonderschule. An Haupt-, Sonder- und Förderschulen machen Jungen heute rund 70 Prozent der Schüler aus;
•    Schätzungen zufolge leiden zwei- bis dreimal so viele Jungen unter Leseschwäche;
•    62 Prozent aller Schulabgänger ohne Abschluss sind Jungen;
•    47 Prozent aller Mädchen gehen auf ein Gymnasium, bei den Jungen sind es nur 41 Prozent;
•    Ein Drittel der Mädchen macht Abitur oder Fachabitur, aber nur ein knappes Viertel der Jungen;
•    Abiturnoten von Jungen sind im Schnitt eine Note schlechter als die ihrer Mitschülerinnen;
•    Junge Frauen stellen die Mehrheit der Hochschulabsolventen und brechen ihr Studium seltener ab;
•    95 (!) Prozent der verhaltensgestörten Kinder sind männlichen Geschlechts;
•    Jungen stellen zwei Drittel der Klientel von Jugendpsychologen und Erziehungsberatern;
•    Aggression ist ein Problem, das vor allem Jungs betrifft: Unter den Tatverdächtigen bei Körperverletzungen sind 83 Prozent Jungen;
•    Unter «jugendlichen Patienten, die wegen der berüchtigten ‹Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung› (ADHS) behandelt werden müssen», sind laut SPIEGEL ONLINE «überdurchschnittlich viele Jungen: Auf sechs bis neun Zappelphilippe komme, meldet das Universitätsklinikum Lübeck, lediglich eine Zappelphilippine».  (Erziehungstrends.de)
Der Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw), Randolf Rodenstock, warnte im vergangenen Jahr angesichts der vielen männlichen Schulabgänger ohne Abschluss, dass man es sich nicht leisten könne, so viele junge Männer auf dem Bildungsweg zu verlieren. Deutschland steuere langfristig auf einen Arbeitskräftemangel zu, der durch die aktuelle wirtschaftliche Lage nur verzögert werde.
In Ostdeutschland sieht die Lage übrigens noch trostloser aus, hier laufen die Frauen den Männern gleich scharenweise davon. Nicht nur, weil sie im Westen bessere Berufs- und Ausbildungsmöglichkeiten bekommen, sondern weil sie dort auch Männer finden, die ihrem starken Selbstbewusstsein etwas entgegenzusetzen haben. So titelten denn auch unlängst gleich mehrere Tageszeitungen in etwa so: Frauen verlassen Osten! Männer erheblich benachteiligt! Oder: Ist der Mann im Osten bald allein?
Diesen alarmierenden Aussagen lag eine Studie des Berliner Instituts für Bevölkerung und Entwicklung zugrunde, der zufolge in den Neuen Bundesländern „eine neue, männlich dominierte Unterschicht“ entstanden sei. Während vor allem gut ausgebildete Frauen zwischen 18 und 29 Jahren ihre Heimat verließen, würden viele junge Männer mit schlechter Ausbildung und ohne Job zurückbleiben. In manchen strukturschwachen Regionen fehlten bis zu 25% Männer, diese Gebiete seien besonders anfällig für rechtsradikales Gedankengut, so die Studie. Das Frauendefizit in Ostdeutschland wurde übrigens als einmalig in Europa bezeichnet. „Selbst in Polarregionen, im Norden Schwedens und Finnlands reiche man an die ostdeutschen Werte nicht heran, hieß es.
Abgesehen davon, dass Deutschland zunehmend der männliche Aspekt verloren geht, der jedoch unverzichtbar für eine Gesellschaft des natürlichen Ausgleichs ist, müssen Männer die Frauen immer häufiger als Konkurrentinnen sehen, weil diese, gestützt durch sämtliche, gesetzlich verankerte Gender- Mainstreaming- Maßnahmen, bevorzugt werden und somit selbstverständlich und offensiv auftreten, zudem sie auch immer besser qualifiziert sind.
Frauen erobern eine männlich geprägte berufliche Domäne nach der anderen. Schwere körperliche Arbeit, die Männer leichter bewältigen können als Frauen, wird durch die zunehmende Technisierung der Arbeitswelt nahezu überflüssig und existiert kaum noch. Frauen können in jeden beliebigen Beruf einsteigen: als Pilotin ebenso wie als Soldatin, LKW- Fahrerin, Managerin, Ministerin, Kanzlerin.
Und während die holde Weiblichkeit alle Erfolgsgrenzen sprengt, ziehen sich die Männer zunehmend zurück. Zwar sollen sie durch Brüssels Gesetze nun vermehrt den Hausmann geben und sich der Kindererziehung widmen, damit sie den gestressten, erwerbstätigen Ehefrauen den Rücken freihalten. Doch sind diese Maßnahmen wohl kaum dazu geeignet, männliches Verhalten in seiner ursprünglichen Natur zu fördern.
Der Medienexperte Norbert Bolz macht vielmehr auf die Gefahr aufmerksam, dass Männer sich wieder an ihrer Muskelkraft orientieren würden,  wenn sie sich ihrer sexuellen Rollenidentität als klassischer Vater und Versorger beraubt sehen. Das erklärt die rasante Zunahme aller möglichen sportlichen Aktivitäten, die bis ins Rauschhafte gesteigert werden können. Die Männer brauchen den Sport. „Sport als Asyl der Männlichkeit ist eine genaue Reaktionsbildung darauf, dass die Zivilisation als Zähmung der Männer durch die Frauen voranschreitet“, so Bolz. „ Vormodern war die Aufgabe, ein "richtiger" Mann zu sein, vor allem eine Frage der Performanz; man musste gut darin sein, ein Mann zu sein. Heute gilt das nur noch im Sport. Er bietet den Männern einen Ersatzschauplatz für die Kooperation der Jäger. Nur im Sport können Männer heute noch den Wachtraum erfolgreicher gemeinschaftlicher Aggression genießen, also die Gelegenheit, körperlich aufzutrumpfen.“
Bolz schätzt  dies als offensichtliches Kompensationsgeschäft ein, das unsere moderne Kultur den Männern anbietet: „Seid sensible, sanfte Ehemänner und fürsorgliche Väter – am Samstag dürft ihr dann auf den Fußballplatz und am Sonntag die Formel eins im Fernsehen verfolgen: heroische Männlichkeit aus zweiter Hand.“
Aber werden solche Männer tatsächlich von den Frauen begehrt? Hier sind erhebliche Zweifel wohl angebracht. Denn so erfolgreich die Frauen auch werden mögen, so wenig wollen sie als männliches Pendant den  Windelwechsler und Küchenausfeger, sie wollen vielmehr einen echten Mann!
Die meisten Frauen verachten „schwache Typen“ gar, spätestens, wenn es um ihre eigene Beziehung geht. So ist es ja umgekehrt auch kaum vorstellbar, dass eine Frau einen Partner vorzieht, der sich von anderen Männern dominieren lässt, der also nicht in der Lage ist, sich Respekt und Achtung zu verschaffen. Frauen wollen Männer, die erfolgreich sind. Weicheier jedoch sind weit von Erfolgs- und Überlebensstrategien entfernt. Die Evolutionsforschung ist da eindeutiger und klarer, so Norbert Bolz: „Frauen tauschen Sex gegen Ressourcen, während Männer Ressourcen gegen Sex tauschen. Das funktioniert aber nur unter Bedingungen strikter Geschlechterasymmetrie - in der modernen Gesellschaft also: nicht!“
Die Untersuchung der amerikanischen Hirnforscherin Louann Brizendine in ihrem Buch „Das weibliche Gehirn“ weist überzeugend nach, dass männliche und weibliche Gehirne sich wesentlich unterscheiden, was eine Fülle von spezifischen Wahrnehmungs- und Verhaltensweisen nach sich zieht. So ist beispielsweise das Sprachzentrum der Frauen ungleich stärker herausgebildet als das der Männer. Louann Brizendine formuliert dies äußerst humorvoll: Dort, wo die Sprache verarbeitet wird, existiere bei Frauen gewissermaßen ein mehrspuriger Highway, bei den Männern dagegen nur eine schmale Landstraße.
Was im naturwissenschaftlichen Zusammenhang als Tatsache hingenommen wird, gilt aber plötzlich als rückständig, wenn es um die sozialen Beziehungen geht. Eine ernsthafte Betrachtung der klassischen Geschlechterbestimmungen ist heute längst in den Hintergrund gerückt und so gut wie überhaupt nicht mehr möglich. Politisch und gesellschaftlich korrekt und gewollt ist vielmehr das Herbeiführen „modernerer Verhaltensweisen“, die Mann und Frau gleichmachen.
Es geht nicht mehr um Respekt für „das Andere“ bzw. „den Anderen“ oder um den Mann an sich, sondern um Gleichberechtigung für Frauen. Die Medien tragen kräftig zu dieser Sicht der Dinge bei: Sie fördern einseitig das Erfolgsmodell „berufstätige Mutter“, die Multitaskerin, die Kind, Küche und Karriere locker unter einen Hut bringt. Frauen, die Familien- und Hausarbeit leisten, werden als fantasielos, rückständig und dumm dargestellt. Die Medien verleugnen und missachten damit häufig zugleich den Erfolg berufstätiger Väter, die eine ganze Familie mit ihrer Erwerbsarbeit ernähren. Das „Alleinernährermodell“ wird nur noch selten honoriert, selbst da, wo es funktioniert, stehen die Männer schnell unter dem Verdacht, typische Unterdrücker zu sein.  
Umgekehrt fordern jetzt auch immer mehr Männer, dass Frauen ihr eigenes Geld dazu verdienen sollen. So wird aus dem einstigen Emanzipationswunsch der Frauen, die ihre Berufstätigkeit als Beweis für Selbstbestimmtheit und Selbstverwirklichung betrachteten, ein Bumerang. Im Klartext: Frauen, die auch nur für wenige Jahre aus der Erwerbstätigkeit aussteigen möchten, um sich um die Familie zu kümmern, gelten nun als Drohnen.
Was diese Gesellschaft erlebt, ist eine erschreckende Mobilmachung der Ressource Frau für den Arbeitsmarkt. Um das zu rechtfertigen, müssen die Männer herhalten: „Väter sind mindestens ebenso gut für die Erziehungsarbeit der Kleinsten qualifiziert wie die Mütter und sollten diese auch unbedingt wahrnehmen“, befand die amtierende Bundesfamilienministerin. Eine Schutzbehauptung, die Frauen zur Erwerbstätigkeit motivieren soll.
Wenn die Männer als Kinderbetreuer eingesetzt werden, ist das allerdings nicht so simpel, wie die Rollentauschfantasie der Ministerin es glauben machen will.
Und die Männer? Sie schweigen. Sie wollen nicht mehr reden. Sie wollen sich vor allem nicht mehr verteidigen. Sie wollen nicht mehr die willigen Versuchskaninchen in einem gesellschaftlichen Experiment sein, dem sie ihre Wünsche und ihre Identität opfern sollen. Hinter ihnen liegt oft ein Hindernisparcours der Streitigkeiten und Auseinandersetzungen, die alle Liebe, alles Vertrauen, alle Selbstverständlichkeit aus den Beziehungen vertrieben haben. Achselzuckend gehen sie ihrer Wege, überzeugt, dass sie eine feste Beziehung nicht mehr ertragen können.
Die moderne Gesellschaft täte gut daran, sich endlich entschieden gegen die durch die künstliche Geschlechterwelt der durch Feminismus und Gender Mainstreaming- Programme übergestülpten Programme zur Wehr zu setzen, um den für alle Gesellschaften natürlichen Ausgleich durch das männliche und das weibliche Prinzip zurückzuerobern und als für alle Zeiten notwendiges Überlebensprogramm festzuschreiben. Anderenfalls kann man getrost für die Spezies Mensch schwarz sehen!

 

 

 

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3 Kommentare

  1. habe gerade einen Bericht verfasst, der einen Vortrag "Jungs im Blick" behandelt. Der Inhalt setzt an dem oben Geschilderten an und entwickelt "Was ist zu tun?" Vortrag vom 28.04.10 "Jungs im Blick" Wo: Usingen Wer: Alfred Krüger, for!(ju:) Veranstalter: Jugendhilfe Usinger Land e.V. ich möchte daraus einige wichtige Passagen hier in den Raum geben: "Das beste an der Schule ist die Pause." ist eine zentrale Aussage, die die Situation von Jungs in ihrem Verhältnis zur Schule ausdrückt. Jungs finden im Unterricht kaum männliche Lerninhalte und empfinden daher den Unterricht uninteressant. Wir brauchen Erfahrungsräume, die Jungs in ihrer Entwicklung tatsächlich unterstützen. Jungs müssen in der 7.-9.Klasse anders lernen, als dies bisher angeboten wird. Jungs werden in dieser Zeit über eine 20 fach erhöhte Testosteron-Ausschüttung gedrängt zur Erprobung und Selbsterfahrung. Sie sollen lernen sich selbst zu erkennen und ihre Welt zu "erobern". Derzeit kann Schule und das Bildungssystem diese Bedürfnisse nicht integrieren und daraus entstehen die Probleme, die wir alle kennen. Es sind eigentlich nicht die Jungs, die ein Problem haben! Wir, im Umfeld dieser Jungs sind diejenigen, die Probleme haben, weil Jungs nicht so sich verhalten wie unser Wertesystem dies möchte. "Jungs stellen Beziehungskontakt mehr über Wettbewerb und Kämpfe her" "Frauen verletzten Jungs durch abwertende, sehr scharfe Kommunikation". Dies ist häufig der Auslöser für Aggression und Gewalthandlungen als direkte Folge. Es braucht mehr ein Umfeld in der die Problemlösungs-Kompetenz von Jungs durch körperliche und seelische Persönlichkeits-Entwicklung und -Unterstützung gefördert wird. Jungs wollen angenommen werden, wie sie sind! Ein tiefes Anliegen von Jungs ist: "Seit ihr stärk genug, um unsere Unsicherheit auszuhalten ?" Ziel ist die Verbindung zu Vorbildern, um dann an sich selbst zu arbeiten. Besonderheit von Jungs: Ich will an mein Limit (Wettbewerb) Sie wollen aus sich heraus etwas hervorbringen und es ist nicht notwendig sich in die destruktive Konkurrenz zu verlieren. Wenn die Umfeldstruktur klar ist, können Männer sofort handeln und sich sicher verbinden. Was sie aber lernen müssen, ist die Fähigkeit der Selbstregulation! Sie müssen diesen "Werkzeugkasten" erst Schritt für Schritt integrieren und erproben. Eine Erfahrung, die in dieser anspruchsvollen Zeit hilft ist HUMOR! Es ist das Mittel um Jungs aus ihrer Verteidigungs- & Abwehrhaltung schnell herauszuführen ;-) Wir sind aufgefordert ein Lern-/Erlebnis-Umfeld zu kreieren, in dem konstruktive Haltungen und positive Einladung zur Erfahrung herrscht. Lg Martin (Mebajuca - Der Jugend-Coach jugend-coach.weyershaeuser.de ) "Hast du die Macht, um die Demonen, die du dir selbst geschaffen hast in Schach zu halten ?"
  2. Gestatten Sie mir bitte, liebe Frau Herman, Ihren trefflichen Ausführungen noch etwas anzumerken, wodurch der horizontalen Dimension noch eine vertikale hinzugefügt wird, nämlich die unserer Geschöpflichkeit. Der moderne Mensch hat ja kaum noch im Blick, dass das menschliche Zusammenleben nur funktionieren kann, wenn er die vom Schöpfer vorgegebenen Ordnungen anerkennt. Wohl akzeptiert er schnell, dass "christliche Werte" für unsere Gesellschaft noch eine gewisse Bedeutung haben. Wenn dann aber beispielsweise der Apostel Paulus aus seinem Epheserbrief zitiert wird, dass in der Ehe die Frau dem Manne untertan sein solle, so distanziert man sich davon sehr schnell als "nicht mehr zeitgemäß". Dabei übersieht man, dass Paulus diese Ordnung nur darum propagieren konnte, weil sie die Grundlage für eine Ehe bildet, in der der Geist Christi zu wohnen vermag. Was bedeutet das? So, wie Christus sich mit Leib und Seele für sein Volk Israel bis zum Tode am Kreuz hingeopfert hat, so soll sich ein Ehemann, der Verantwortung für das Wohlergehen seiner geliebten Frau übernommen hat, sich für sie auch aufopfern. Jesus Christus hat in seinem Erdenleben wahre Männlichkeit vorgelebt. Ans Kreuz hatte man ihn schließlich darum geschlagen, weil er nicht widersprach, als man ihn fragte, ob er Gottes Sohn und ob er zugleich auch König der Juden, also höchste Autorität sei. Während seines öffentlichen Wirkens hatte er vielfach gerade Frauen gegenüber deren Wertschätzung bei Gott auf den Leuchter gestellt, auch wenn er dadurch bei Vielen in Verruf kam. Doch seine Ritterlichkeit hat es vermocht, in Vielen wahre Liebe zu wecken. In diesem göttlichen Liebesgeist, verbunden mit Ehrerbietung liegt das Geheimnis der dynamischen Kraft, die vor 2000 Jahren die damalige Welt völlig umzukrempeln vermocht hat, wovon noch Rudimente in einigermaßen intakten Familien erhalten geblieben sind. Die heute immer hässlicher zutage tretenden Auswirkungen eines gegen die göttlichen Ordnungen und damit gegen unseren Schöpfer selbst rebellierenden Feminismus, verbunden mit der berechtigten Anfrage des Islam an eine moralische Glaubwürdigkeit unseres scheinchristlichen Europas mögen dazu helfen, dass unser Volk noch einmal zu einer wahren Besinnung kommt und einen fruchtbringenden Gesinnungswandel erfährt!
  3. Bravo Eva! Aus der Seele geschrieben! Ich habe einen Sohn der ist 6 Jahe. Ich erlebe das Ganze nun schon eine weile "live" und mir gruselt manchmal ein wenig. Ich bin überzeugte Hausfrau und Mutter von Beruf und ich finde auch, dass dieser "Job" durchaus erfüllend ist und sehr abwechselungsreich und im übrigen eine persönliche Chance für meine eigene Entwicklung bietet. Das was wir heute haben ist wirklich ein Absurdum. Die ursprünglich gut gemeinte Front, die sich für die Belange der Frauen vor 20 Jahren eingesetzt hat (damals hätte es vielleicht gereicht der Arbeit einer Hausfrau in irgend einer Form Rechnung zu tragen um den Unmut zu stoppen) ist weit über ihr Ziel hinausgeschossen. Nun traut sich keiner mehr das "Ding" aufzuhalten. Und die Männer? Die Söhne die so gross werden kennen es ja bald nicht mehr anders. Das finde ich sehr schlimm. Die Macht haben hier, wie immer die Medien. Aber das Internet ist zum Glück noch für uns da, um unsere Meinungen zu vertreten. Machen Sie weiter so, ich unterstütze Sie gern dabei! Lieber Gruss Bongoline

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Die aktuellsten Kommentare

  1. Re: Männer und ihre Krise

    Posted on Dienstag, 07. September 2010 by Carolin.

    Aus der griechischen und römischen Mythologie, aus der Geschichte und selbst aus der Bibel ist bekannt, dass Väter...

  2. Re: Die heroisierte Alleinerziehende – Das Ende ihrer Fahnenstange?

    Posted on Freitag, 16. Juli 2010 by Schroers.

    Hallo, ich finde Einseitigkeit ist Extremismus pur. Ich erlebe wie der reiche Vater mich bettelarm macht, sodass...

  3. Re: Männer und ihre Krise

    Posted on Donnerstag, 15. Juli 2010 by Norbert.

    Die Männer sind doch selber schuld, wenn Sie sich für solche gesellschaftlichen Experimente aufopfern oder auf die...

  4. Re: Ist Gott altmodisch, Margot Käßmann?

    Posted on Sonntag, 11. Juli 2010 by Gotteskind.

    [ÜBERARBEITETE FASSUNG MEINES VOR ETWA 30 MIN. GEPOSTETEN KOMMENTARS, DIESEN BITTE ICH ZU LÖSCHEN] Liebe Frau...

  5. Re: Dr. Karin Jäckel

    Posted on Mittwoch, 07. Juli 2010 by Timea.

    Hallo! Ich möchte alle schwangere Frauen warnen ins Haus Samaria in Irndorf zu gehen. ( bitte googeln) Dort wurde...

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